331. Literarischen Frühschoppen im Zolln

Menschen, die Lübeck im Traum oder in Wirklichkeit heimsuchen, werden nicht selten von literarischen Klischees geleitet. Traumbilder sind dann meist die Partie des Buddenbrookhauses mit der Marienkirche im Hintergrund. Tatsächlich scheint diese Stadt aus Backstein wie gemacht für literarische Fantasien und einer gesellschaftlichen, typisch norddeutschen Anonymität, die reichlich Raum für dramaturgische Handlungsstränge bietet. Die vorhandene Literatur der Stadt bietet außerdem denkbare Kulissen für Tagträume, Leseerinnrungen und geistige Ausflüge nach vergangenen Zeiten.

Moment: Es gibt auch noch lebendige Literatur in Lübeck

Im „Alten Zolln“, einer traditionellen Pennäler-Kneipe, viel frequentiert von Lehrern und Schülern der gegenüberliegenden „Oberschule zum Dom„, findet tatsächlich leibhafte Literatur statt. Jeden letzten Sonntag eines jeden Monats treffen sich Schriftsteller, Literaten und Dichter des „Lübecker Autorenkreises“ im Obergeschoss der historischen Gaststätte an der Mühlenstrasse.

Tags: